Nachhaltigkeit

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit? Unter dem Begriff können sich viele nichts Konkretes mehr vorstellen. „Nachhaltigkeit“ wird oft mit „Ökologisch“ oder „Bio“ gleichgesetzt, doch das ist so nicht ganz richtig:

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist ein Welt-Zukunfts-Vertrag zwischen 193 Nationen, der 17 Ziele hat, um unsere Erde zu einem besseren Ort zu machen. Klar, hierzu gehört auch der Schutz von bedrohten Tierarten und der Kampf gegen Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung – aber auch Themen wie Bildung, ein gesundes Leben für alle Menschen und eine Verringerung der weltweiten Armut sollen in Angriff genommen werden. Hier seht ihr die 17 Ziele im Überblick:

Auch in Deutschland leben Menschen in Armut. Und du kannst helfen: Spende einem Obdachlosen warme Decken oder gib dein altes Spielzeug an ein Flüchtlingsheim.

Sie besitzen die Kleidung, die sie am Körper tragen und wissen nicht, wann es die nächste Mahlzeit geben wird: Weltweit leben 700 Millionen Menschen in extremer Armut. Und Armut hat viele Folgen: Wer an der Armutsgrenze lebt, kann im Krankheitsfall z.B. nicht einfach zum Arzt gehen oder der Besuch einer Schule wird verwehrt. Armut zu beseitigen ist deshalb eine der größten Herausforderungen für die Menschheit.

Jeden Tag Fleisch essen? Um Tiere zu ernähren werden große Mengen an Soja und Getreide verfüttert, die als Nahrungsmittel genutzt viel mehr Menschen satt machen könnten.

Während in Deutschland jährlich zwischen 12-13 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll landen, sind weltweit über 800 Millionen Menschen unterernährt und leiden Hunger. Das bedeutet: Jeder neunte Mensch hat nicht genug zu essen. Besonders in ländlichen Gebieten haben Menschen unter den Folgen von Ernteausfällen z.B. durch Dürreperioden oder Lebensmittelknappheit durch Kriege und Krisen zu leiden.

Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Da es keine Impfung gibt, kann nur ein Moskitonetz helfen. Für 3 € kannst du über UNICEF ein Moskitonetz erwerben, das direkt in die betroffenen Gebiete geliefert wird.

In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sterben Menschen immer noch an Krankheiten, die in anderen Ländern der Welt problemlos behandelbar wären. Dies liegt daran, dass es an Krankenhäusern mangelt oder ein Arztbesuch zu teuer wäre. Außerdem erkranken viele Menschen in entwicklungsschwachen Ländern durch Mangelernährung oder verschmutztes Trinkwasser.

Auch in Deutschland gibt es Kinder aus bildungsarmen Familien, in denen Eltern z.B. nicht bei den Hausaufgaben helfen können. Engagiere dich doch mal in der Nachmittagsbetreuung der nächsten Grundschule.

Ein Leben ohne Schule, das wäre schön?! Weltweit ist vielen Kindern der Besuch einer Schule verwehrt oder sie verlassen diese, ohne Lesen, Rechnen oder Schreiben zu können. Ohne eine gute Schulbildung und das nötige Wissen, können diese Kinder ihr Leben auch als Erwachsene nur schwer selbst bestimmen und meist keine gute Arbeit finden, um aus der Armut entfliehen.

Unterstütze Projekte und Aktionen, die Frauen weltweit stärken, z.B. zum Thema Zwangsheirat oder Genitalverstümmelung.

Vor den Traualtar treten, den Haushalt schmeißen und Kinder bekommen – und das mit 15 Jahren. Millionen Mädchen unter 18 Jahren werden weltweit zwangsverheiratet. Auch Frauenhandel und Gewalt gegen Frauen bleiben, vor allem in weniger entwickelten Ländern und Krisengebieten, ein großes Thema.

Ein T-Shirt weniger im Sommer – und schon hast du 2.500 Liter wertvolles Wasser gespart. Denn so viel wird bei der Produktion eines einzelnen Baumwollshirts verschwendet.

Wir hören ständig, wie wichtig Wasser für Körper und Geist ist – es ist sogar das Grundnahrungsmittel Nummer eins. Was aber, wenn es gar kein sauberes Wasser gibt? Mehr als 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu reinem Trinkwasser. Auch als Grundlage zur Hygiene brauchen wir sauberes Wasser: Aber auch das fehlt einem Drittel der Weltbevölkerung.

Elektrogeräte ganz ausschalten. Durch Geräte im Stand-by-Modus verschwenden wir in Deutschland jährlich Strom im Wert von 4 Milliarden Euro.

Wir brauchen Energie für unser tägliches Leben: um das Licht anzuknipsen, wenn es dunkel ist, um Wäsche zu waschen oder unser Essen zu kochen. Besonders in ländlichen Gebieten der Erde könnte der Einsatz von erneuerbaren Energien als umwelt- und klimaschonende Möglichkeit eingesetzt werden. Das Potenzial der erneuerbaren Energie ist sehr groß: Sonne, Wind, Wasser, Erde und Biomasse liefern mehr Energie als die Bevölkerung benötigen würde.

Informiere dich, woher die Produkte stammen, die du kaufst. Gib lieber ein paar Euro mehr aus, anstatt moderne Sklaverei zu unterstützen.

Täglich 14 Stunden sitzen Näherinnen in Bangladesch für billige Shirts an der Maschine. In Ghana verbrennen Jugendliche Elektroschrott, um an das verarbeitete Metall zu gelangen. Zu gewinnen gibt es wenig, zu verlieren viel:  Zum Beispiel die Gesundheit. Zwangs- und Kinderarbeit, gesundheits- und lebensgefährliche Arbeitsbedingungen sind in vielen Ländern der Erde immer noch Standard.

Wohin bloß mit dem alten Gurkenhandy? Im Internet finden sich schnell Seiten (z.B. HandysfuerdieUmwelt) bei denen man sein altes Handy abgeben und umweltfreundlich recyceln lassen kann.

Eine funktionierende Infrastruktur ist die Grundlage für Gesundheit, Frieden und Produktivität einer Gesellschaft. Hierzu gehört die öffentliche Infrastruktur also z.B. Energieversorgung, Telefonnetze und Straßen einer Region, aber auch die soziale Infrastruktur, zu der Schulen, Polizei und Krankenhäuser gehören.

Du kannst z.B. Sprach- und Integrationskurse geben oder unterstützen.

1% der Weltbevölkerung besitzt mehr Vermögen, als die anderen 99% zusammen. Wie ungerecht ist das denn? Zumal die Kluft zwischen den Armen und den Reichen immer größer wird. Ein Beispiel: Das Vermögen des reichsten Mannes der Welt betrug 2018 112 Milliarden Dollar: Das gesamte Gesundheitsbudget Äthiopiens entspricht demnach nur einem Prozent seines Besitzes.

Was gibt es für nachhaltige Projekte in deiner Stadt? Wird ein neues Naturfreibad geplant oder gibt es eine Müllaktion? Informier dich, bringe dich ein, oder überlege dir einen eigenen Anstoß.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten – und die Zahlen steigen weiter an. Das Leben in Städten hat zahlreiche Vorteile: häufig gibt es mehr Arbeit, Geschäfte, Schulen und Universitäten. In vielen Ländern sind die Städte aber so überfüllt, dass Elendsviertel entstehen,  in denen es zu hoher Kriminalität kommt und schlechte hygienische Bedingungen die Gesundheit beeinträchtigen.

Kaufe bewusst ein! In Deutschland fallen jedes Jahr über 40 Millionen Tonnen Hausmüll an. Schreibe eine Einkaufsliste und überlege, was du wirklich brauchst.

Alles, was wir essen, anziehen, benutzen muss hergestellt, verpackt und befördert werden. Diese Schritte kosten Energie und Rohstoffe und gehen häufig auf die Kosten von Mensch und Umwelt. Regenwälder werden abgeholzt, um z.B. Papier herzustellen; Böden werden durch den Einsatz von Pestiziden vergiftet und Fabriken verpesten die Luft mit ungefilterten Abgasen.

Ihr könnt z.B. mehr auf Transportwege von Lebensmitteln achten: Der Energieaufwand für Anbau und Transport eines einzigen Kilos Kiwis aus Neuseeland entspricht dem für 6000 Kilos Äpfel aus Deutschland.

Täglich verschmutzen wir mit Unmengen von schädlichen Gasen unsere Luft: Sie beschleunigen den Klimawandel und zerstören langsam aber sicher unsere Welt. Die Folgen sind jetzt schon sichtbar: Gebirgsgletscher und polares Eis schmelzen, der Meeresspiegel steigt an, Wetterextreme nehmen zu, Tier- und Pflanzenarten sterben aus.

Der WWF-Einkaufsratgeber zeigt euch, welche Fische man nicht kaufen sollte, da der Bestand schon kurz vor dem Kollaps steht.

In unseren Weltmeeren schwimmt mittlerweile mehr Plastik als Plankton – ca. 10 Millionen Tonnen! Die Ozeane sind leer gefischt und werden durch Schifffahrten und Abwässer täglich weiter verschmutzt.

Recyceln bringt was! 1 Tonne recyceltes Papier rettet 17 Bäume und spart 26.000 Liter Wasser, 1.500 Liter Öl, 270 Kilo CO2 und 4077 Kilowatt Strom.

Alle Landökosysteme werden durch den Klimawandel zunehmend bedroht. Der Mensch zerstört aktiv Natur und Lebensräume, z.B. durch die Abholzung von Wäldern, die Trockenlegung von Feuchtgebieten, Tourismus, Wilderei und illegalen Tier- und Pflanzenhandel.

Engagiere dich in deiner Schule oder deiner Stadt z.B. in dem du einem Debattierklub beitrittst oder die Streitschlichter-AG unterstützt.

2019 gab es auf der Welt 27 anhaltende Kriege und Konflikte, 70 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. In vielen Ländern der Welt herrschen Gewalt, Ungleichheit und Korruption, sodass die Entwicklung und der Fortschritt für die Bevölkerung gefährdet werden.

Nimm am Film-Wettbewerb „Take17“ teil und hilf mit, auf das Thema Nachhaltigkeit und die 17 Ziele aufmerksam zu machen!

Die 17 Ziele können nur durch eine starke weltweite Partnerschaft erreicht werden. Regierungen, Gesellschaften und Unternehmen müssen gemeinsam an ihrer Umsetzung arbeiten. „Niemanden zurücklassen“, ist das Hauptprinzip der Agenda 2030.

 

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